Faktencheck der Ärzte

  • Große Chance, um am medizinischen Standard Anschluss zu halten und damit die gute medizinische Versorgung für die Menschen in der Region in der Zukunft zu sichern
  • Schaffung attraktiver Bedingungen für medizinisches und pflegerisches Fachpersonal
  • Kleinere Abteilungen erhalten eine zukunftsfähige Größe
  • Bildung von medizinischen Zentren, um gesetzlich vorgeschriebene Qualitätsstandards einhalten zu können

Medizinische Versorgung für die Menschen in der Region sichern

Durch die Zusammenlegung der drei Krankenhäuser in Aurich, Emden und Norden an einem zentralen Standort erhalten auch die kleineren Abteilungen eine Größe, mit der sie auch in Zukunft erfolgreich weiter betrieben werden können. Wegen gesundheitspolitischer Vorgaben müssen beispielsweise die chirurgischen Kliniken der Zukunft fachliche Schwerpunkte herausbilden. Das ist nur mit einer ausreichend großen Patientenzahl realisierbar. Diese zu erreichen wird angesichts des demografischen Wandels für die einzelnen Häuser immer schwieriger. Die Zusammenlegung der drei Krankenhäuser zum gemeinsamen Zentralklinikum ermöglicht dann Zahlen, die groß genug sind, um eigenständige Zentren wie Gefäßchirurgie und Thoraxchirurgie zu schaffen. Das gleiche gilt für die Innere Medizin insbesondere mit den Schwerpunkten Gastroenterologie (Magen- und Darmerkrankungen), Kardiologie (Herzerkrankungen) und Pneumologie (Lungenerkrankungen). Dadurch wird die medizinische Versorgung in unserer Region für die Zukunft gesichert und verbessert.


Junge Fachkräfte für Ostfriesland begeistern

Um neue Ärzte nach Ostfriesland holen zu können, brauchen wir attraktive Krankenhäuser mit modernen Strukturen. Die einzelnen Klinken müssen beispielsweise die volle Weiterbildungsberechtigung haben, und die ist von der Größe abhängig. Während die jetzigen Krankenhäuser diese volle Weiterbildungsberechtigung in vielen Bereichen nicht haben, wird sie das Zentralklinikum aber bekommen. Ein weiterer gerade für junge Ärzte wichtiger Punkt ist die Familienfreundlichkeit des Krankenhauses. Also flexible Arbeitszeiten und geregelte Kinderbetreuung. Auch solche moderne Arbeitszeitmodelle kann ein größeres Klinikum wesentlich leichter anbieten als drei kleinere Häuser.


Erhalt und Ausbau von jetzt kleineren Abteilungen

Aufgrund der demographischen Entwicklung und auch der Entwicklung in der Medizin und den Anforderungen an Qualitätsstandards sind kleinere Abteilungen wie beispielsweise die Geburtshilfe oder Kinder- und Jugendmedizin nicht an allen Standorten aufrecht zu erhalten. Durch die Zusammenlegung der bestehenden Abteilungen an einem zentralen Standort erhöhen sich die Fallzahlen, werden Spezialisierungen möglich, attraktive Arbeitsplätze geschaffen und damit die wohnortnahe Versorgung sichergestellt.


Bildung von medizinischen Zentren

Die Qualitätsvorgaben des Gesetzgebers und der Krankenkassen für Krankenhausleistungen werden immer anspruchsvoller. So gibt es beispielsweise vorgeschriebene Mindestmengen an Operationen. Sie können zukünftig nur noch erfüllt werden, wenn es größere Abteilungen mit Patientenzulauf aus einem vergrößerten Einzugsgebiet gibt. In einer Zentralklinik werden entsprechende Zentren geschaffen, die eine wohnortnahe medizinische Versorgung auf höchstem Niveau gewährleisten.

Die Planungen sehen u.a. die Bildung folgender Zentren vor:

  • Darmzentrum

  • Brustzentrum

  • Schmerzzentrum

  • Zentrum für Altersmedizin
  • Endoprothetikzentrum

  • Gefäßzentrum
  • Regionales Traumazentrum

  • Lungenzentrum

  • Frühgeborenenzentrum