Gesichert: Ambulante Notfallfallversorgung

  • Regionale Gesundheitszentren in Aurich, Emden und Norden entstehen
  • Vorschlag zur ambulanten Notfallversorgung in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung liegt vor
  • Vielzahl an Gesundheitseinrichtungen bleiben an den alten Standorten bestehen

Ambulante Notfallversorgung garantiert

Wenn die Zentralklinik in Georgsheil ihren Betrieb aufnimmt, werden die Menschen in den drei Städten Aurich, Emden und Norden weiterhin stets eine Anlaufstelle für ambulante Notfälle an den alten Klinikstandorten aufsuchen können. Durch die Zusammenarbeit von niedergelassenen Ärzten/der Kassenärztlichen Vereinigung und Klinikärzten wird eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung an sieben Tagen die Woche sichergestellt. Über dieses Grundprinzip ist man sich bereits einig geworden, weitere Detailplanungen folgen.


Akute Notfallversorgung 112 – nichts ändert sich

Bei akuten Notfällen, wie beispielsweise Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, einem schweren Verkehrs- oder Freizeitunfall, einem krampfenden Kind oder einem schlechten, für den Bürger dramatisch erscheinenden Allgemeinzustand, ändert sich nichts. Die Rettungswachen bleiben an den bisherigen Standorten, auch an den heutigen Krankenhausstandorten Aurich, Emden und Norden. Gegebenenfalls wird es eine zusätzliche Rettungswache am Standort Georgsheil geben.

Der Ablauf:
• Alarmierung über 112 Rettungsdienst + Notarzt im Bedarfsfall

• Geschulte Rettungsleitstelle ordnet Fall entsprechend ein; evtl. auch Verweis auf ambulante Erstversorgung

• Zeitdauer von Anruf 112 bis zum Eintreffen des Rettungswagens: max.15 Min.

• Ausgebildete Notfallsanitäter / Notärzte entscheiden über weiteren Behandlungsweg

• Rettungswagen fährt mit dem Patienten immer in das nächst geeignete Krankenhaus


Ambulanter Notfall

Gegenüber den akuten Notfällen sind typische Beispiele für ambulante Notfälle: kleinere Schnittverletzungen, Keuchhusten bei Kindern, Erbrechen oder Durchfall, fieberhafter Infekt, Schwindel oder allgemeines Unwohlsein.

Versorgung während der Praxisöffnungszeiten:
1) Niedergelassene Ärzte
2) Regionale Gesundheitszentren mit Praxen niedergelassener Ärzte und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Die Grafik zeigt, welche Praxen heute schon in unmittelbarer Kliniknähe angesiedelt sind.

Versorgung bei geschlossenen Praxen:
Gleichzeitig wird die ambulante Notfallversorgung in den Regionalen Gesundheitszentren dann dauerhaft sichergestellt. Die Dienste werden niedergelassenen Ärzte im Rahmen ihres Bereitschaftsdienstes sowie ergänzend Klinikärzte übernehmen. Vor Ort wird es neben verschiedenen diagnostischen Geräten auch Beobachtungsbetten für Patienten mit zunächst unklaren Verdachtsdiagnosen oder begleitenden Medikationen (Infusionen) geben. Patienten, die in die Regionalen Gesundheitszentren kommen und stationär behandelt werden müssen, werden mit dem Rettungsdienst nach Erstdiagnose und Ankündigung sofort in das Zentralklinikum gebracht.


Hintergrundinfo: Ambulant – Stationär

Stationäre und ambulante Versorgung sind in Deutschland ganz klar gesetzlich geregelt. Für die stationäre Versorgung sind die Krankenhäuser zuständig, für die ambulante Versorgung die Kassenärztliche Vereinigung mit den ihr angeschlossenen niedergelassenen Ärzten. Einziger Überschneidungspunkt sind die Notfallambulanzen. Diese klar geregelten Strukturen lassen sich angesichts von zunehmendem Hausärztemangel nicht länger aufrechterhalten. Schon jetzt nutzen viele Menschen die Notfallambulanzen der Krankenhäuser für Notfälle, für die eigentlich die Hausärzte zuständig sind.  Eine Studie des Verbands der Ersatzkassen (VDEK) belegt: Von 25 Millionen Menschen, die 2013 in den Notaufnahmen auftauchten, hätten rund 10,7 Millionen auch im ärztlichen Notdienst behandelt werden können. Diese Entwicklung ist auch in der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich-Norden sowie im Klinikum Emden seit Jahren spürbar. Experten fordern neue Strukturen – für Aurich, Emden und Norden liegt dafür jetzt ein Vorschlag vor.